Beim Thema Energie kann einem in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft derzeit schwindelig werden. Mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), ihren kurzfristigen Umsetzungsfristen und kaum erreichbaren Fördermitteln, ist die Branche am Anschlag. Dennoch: Rasant gestiegene Energiekosten lassen sich nicht wegdiskutieren, ebenso wenig wie der notwendige Beitrag der Immobilienwirtschaft an der Energiewende. Fakt ist: Von den knapp 19 Millionen Wohngebäuden in Deutschland ist der Löwenanteil mit rund 12,4 Millionen Gebäuden 1979 oder früher errichtet worden – und damit mindestens 44 Jahre alt.
Unser zweiter Nachhaltigkeitsbericht liegt jetzt vor. Erneut arbeiteten alle involvierten Fachabteilungen und der CSR-Ausschuss innerhalb der noventic group eng zusammen, um umfassend und gemäß den Standards des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) über das Geschäftsjahr 2021/22 zu berichten. Die formale Vollständigkeit der Erklärung haben wir vom Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex überprüfen und zertifizieren lassen.
Nachhaltigkeit steht für weit mehr als das Bewahren eines Zustands. Sie kann auch ein entscheidender Innovationstreiber sein. Eine Branche, die davon profitieren könnte, ist die Gebäudewirtschaft: Will diese das Ziel einer weitgehenden Klimaneutralität bis 2045 erreichen, muss sie rasch eine gründliche Transformation durchlaufen.
Die Klimaschutzpolitik der Europäischen Union (EU) ist eines der mittlerweile wichtigsten, präsentesten und am stärksten öffentlich diskutierten Politikfelder der EU-Institutionen und Gegenstand vielfältiger EU-Rechtssetzung.
Am 5. Mai 2023 gingen die digitalen Berliner Energietage erfolgreich zu Ende. Mehr als 60 Events fanden an drei Online-Kongresstagen statt. Im Panel „Digital steuern: Wohnungsunternehmen und Mieterhaushalte gemeinsam für die Wärmewende im Gebäudebestand“ diskutierte Dr. Dirk Then, CEO der noventic group, gemeinsam mit Dr. Christian Osthus, Justiziar beim IVD Bundesverband, Ralf Michels, Präsidiumsmitglied des VDIV und Prof. Dr. Kunibert Lennerts, Professor für Facility Management am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) über die Rolle der Bewohner:innen im wohnungswirtschaftlichen Klimaschutz und über Wege, diese in die Wärmewende einzubeziehen.
Smarte Thermostate versprechen deutlich spürbare Energieeinsparungen, ohne den Komfort der Bewohner zu beeinträchtigen. Ein Mitglied des Genossenschaftsvorstands, deren Liegenschaften Teil des Leuchturmprojekts der noventic group sind, teilt seine Hoffnungen, Erfahrungen und erste Ergebnisse.
Der Weltklimarat schlägt Alarm: Das 1,5-Grad-Ziel wird ohne entschlosseneres Vorangehen der Staatengemeinschaft verfehlt. An ehrgeizigen Zielen mangelt es nicht, Deutschland will seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent senken.
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist 2020 in Kraft getreten: Mit dem GEG wurden die Regelungen zum Energieeinsparrecht für Gebäude vereinheitlicht. Schon jetzt wird eine GEG-Novelle diskutiert, die Änderungen für Mitte 2023 vorsieht.
Gebäudeeigentümer und Verwalter stehen vor diversen Herausforderungen beim Versuch, den Gebäudebestand energieeffizient und nachhaltig zu bewirtschaften. Kurzfristige Ergebnisse mit nachhaltiger Wirkung lassen sich durch Modernisierungen nicht erreichen. Die Digitalisierung der Energiewende ist der Schlüssel, um den Wohnungsbestand möglichst schnell und gering-investiv energiesparend und effizient aufzustellen.
Das Thema Energiesparen hat in diesem Jahr eine neue Relevanz bekommen. Ausgelöst durch Russlands Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Versorgungs- und Energiekrise, hat das Thema deutlich an Fahrt aufgenommen. Bewährte Technologien aus dem Einfamilienhaus-Kontext können auch aus einem Mehrparteienhaus schnell ein Smart Building machen. Dr. Dirk Then erläutert, welche Möglichkeiten sich daraus für die Klima- und Energiesparziele in Deutschlands Gebäudebestand ergeben.
Im Gebäudebestand liegt riesiges Energie-Einsparpotenzial – darin sind sich Expert:innen sowie Branchenbeteiligte einig. Doch ohne die professionelle Wohnungswirtschaft kann die Energie- und Wärmewende nicht gelingen. Um das von der Politik geforderte Ziel zu erreichen, sämtliche CO2-Emissionen in Deutschland bis 2045 und in Europa bis 2050 auf „netto null“ zu drücken, werden größere Anstrengungen notwendig sein.
Jetzt ging es doch ganz schnell: Im Oktober kündigte Wirtschaftsminister Robert Habeck eine geplante Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes an, Anfang Dezember vermeldeten dann Medien erste Details aus dem „Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Der Neustart der Digitalisierung der Energiewende scheint damit in greifbarer Nähe. Prozesse rund um die intelligenten Zähler sollen entbürokratisiert, deutlich einfacher und für Verbraucher kostengünstiger werden.