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Im Gebäudebestand liegt riesiges Energie-Einsparpotenzial – darin sind sich Expertinnen und Experten sowie Branchenbeteiligte gleichermaßen einig. Doch ohne die professionelle Wohnungswirtschaft kann die Energie- und Wärmewende nicht gelingen. Bisher hinkt der Immobilienbestand bei der Dekarbonisierung allerdings dramatisch zurück. Um das von der Politik geforderte Ziel zu erreichen, sämtliche CO2-Emissionen in Deutschland bis 2045 und in Europa bis 2050 auf „netto null“ zu drücken, werden noch größere Anstrengungen notwendig sein. 

Intelligent geregeltes, kohlenstoffarmes Heizen, die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Isolierung werden alle eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung von Haushalten spielen.

Christopher Lewis, Gemserv-Analyst

Die Menschen sind seit Beginn des russischen Kriegs in der Ukraine in hohem Maße für das Thema Energie-Einsparungen sensibilisiert. Denn die immens gestiegenen Energiekosten zwingen zu einem bewussteren Umgang mit der wertvollen Ressource – der Sparwille bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ist spürbar. Diesen Rückenwind gilt es zu nutzen. Denn wenn Eigentümerinnen und Eigentümer, Vermieterinnen und Vermieter sowie Bewohnerinnen und Bewohner beim Thema Energiesparen an einem Strang ziehen, hat das Vorteile für alle Beteiligten: Dann sinken Kosten, Energieverbrauch und CO2-Emissionen – und das Gebäude wird zum Smart Building. Welche Rolle spielen dabei Smarte Thermostate und sind diese wirklich sinnvoll?

Smarte Thermostate im Maßnahmenvergleich mit Abstand führend

Was aber können die Beteiligten tun, um mehr Energie einzusparen? Am besten mithilfe von kurzfristigen und kostengünstigen, aber dennoch wirksamen Maßnahmen? Wie Heizkosten möglichst günstig und CO₂-Einsparungen schnell wirksam werden können, hat das Beratungsunternehmen Gemserv im Auftrag von tado° europaweit untersucht – und ist dabei zu einem überraschend eindeutigen Ergebnis gekommen: Intelligente Thermostate sind mit großem Abstand die kosteneffizienteste Art für energetische Einsparungen. So kann Heizenergie und damit CO₂-Emissionen im Immobilienbestand eingespart werden und das über sämtliche Wohngebäudetypen hinweg. Denn sie verfügen über etliche Vorteile im Vergleich mit den anderen untersuchten Maßnahmen Wärmedämmung, Photovoltaik und Wärmepumpen: smarte Thermostate für energetische Einsparungen lassen sich schnell und unkompliziert installieren – und sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung. Ein intelligentes Thermostat hat sich schon nach gut einem Jahr amortisiert: 100 Euro Investitionskosten senken die Brennstoffkosten um jährlich 87 Euro. Im Maßnahmenvergleich bedeutet das: Eine Wärmedämmung bringt pro 100 Euro Investitionskosten lediglich eine jährliche Ersparnis von zwei Euro, bei Photovoltaik sind es neun Euro und beim Einsatz von Wärmepumpen kann das Heizen sogar geringfügig teurer werden. 

Grafik: Jährliche Einsparungen bei Brennstoffkosten pro 100 Euro Anschaffungskosten

Auch bei den eingesparten Treibhausgasemissionen liegen die intelligenten Thermostate weit vorn: Pro investierten 100 Euro lassen sich mit ihrer Hilfe jährlich 281 Kilogramm CO₂ vermeiden – ein Vielfaches im Vergleich zu anderen Maßnahmen. Bei der Wärmedämmung sind es 5 Kilogramm, bei der Photovoltaik 4 Kilogramm und bei Wärmepumpen immerhin 26 Kilogramm.

Grafik: Jährliche CO2-Einsparungen proo 100 Euro Anschaffungskosten

Smarte Thermostate sind für energetische Einsparungen unabdingbar und ein Baustein auf dem Weg zu einem mitdenkenden Gebäude: Verbinden Eigentümer sie mit anderen cleveren Tools, wird aus einem gewöhnlichen Gebäude schnell ein Smart Building mit attraktiven Vorteilen für alle Beteiligten beim Thema Energie und Kosten sparen: Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Vermieterinnen und Vermieter erzielen schnell Fortschritte bei der Dekarbonisierung ihres Wohnungsbestands, die CO₂-Abgabe wird reduziert und das bei vergleichsweise niedrigen Investitionskosten. Bewohnerinnen und Bewohner profitieren von geringeren Heizverbräuchen und müssen dank Smarten Thermostaten bei Einsparungen dennoch nicht auf den gewohnten Komfort verzichten. So rückt die Energiewende im Gebäudebestand in greifbare Nähe und klimaschonendes Wohnen wird immer mehr etabliert .