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Das Heizen und der damit verbundene Energieverbrauch sind für Eigentümer, Vermieter und Mieter gleichermaßen ein großes Thema: Bestandshalter sind von der Politik aufgerufen, die CO₂-Emissionen ihrer Immobilien im Sinne des Klimaschutzes drastisch zu senken, sollen dabei aber weiterhin möglichst bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen. Viele Mieter stehen angesichts der ständig steigenden Energiekosten unter Druck ­– ein Trend, der durch die wachsende CO₂-Bepreisung und die aktuellen Verwerfungen an den Energiemärkten kein kurzfristiger sein dürfte.

Was also tun? Wie Heizkosten und CO-Emissionen wirksam und möglichst günstig werden können, hat das forschende Beratungsunternehmen Gemserv im Auftrag von tado° europaweit untersucht – und ist dabei zu einem überraschend eindeutigen Ergebnis gekommen: Intelligente Thermostate sind der Studie zufolge mit sehr großem Abstand die kosteneffizienteste Art, Heizenergie und damit CO₂-Emissionen im Immobilienbestand einzusparen, und zwar über sämtliche Wohngebäudetypen hinweg. Ein weiterer Vorteil von smarten Thermostaten: Sie sind im Vergleich zu Wärmedämmungsmaßnahmen, Photovoltaik oder Wärmepumpen nicht nur extrem günstig in der Anschaffung. Sie lassen sich auch sehr schnell und unkompliziert installieren.

Smarte Thermostate amortisieren sich mit Abstand am schnellsten

Die Zahlen sprechen daher eine deutliche Sprache: Die Berechnungen von Gemserv, die von dem auf Gebäude spezialisierten Nachhaltigkeitswissenschaftler Professor Tim Forman von der Cambridge University validiert wurden, ergaben, dass sich ein intelligentes Thermostat schon nach wenig mehr als einem Jahr amortisiert: 100 Euro Investitionskosten senken die Brennstoffkosten hier um jährlich 87 Euro. Zum Vergleich: Eine Wärmedämmung bringt pro 100 Euro Investitionskosten lediglich eine jährliche Ersparnis von zwei Euro, bei Photovoltaik sind es neun Euro und beim Einsatz von Wärmepumpen kann das Heizen sogar teurer werden.

Auch bei den Kosten für eingesparte Treibhausgasemissionen liegen die intelligenten Thermostate weit vorn: pro 100 investierten Euro lassen sich mit ihrer Hilfe jährlich 281 Kilogramm CO vermeiden – ein Vielfaches im Vergleich zu anderen Maßnahmen.

Auf dieser Grundlage können Vermieter und Mieter bei der Umstellung auf digitale, intelligente Thermostate eine Beutegemeinschaft bilden: Der Vermieter erzielt sehr schnell Fortschritte bei der politisch geforderten Dekarbonisierung seines Wohnungsbestands. Die Investitionskosten sind im Vergleich sehr gering, die auf den Vermieter entfallende CO-Abgabe wird reduziert.  Die Mieter profitieren von geringeren Heizverbräuchen und müssen dabei dank intelligenter Steuerung nicht auf den gewohnten Komfort verzichten. 

Netto null: Maßnahmen-Mix erforderlich

Der europäische Immobilienstand hinkt bei der Dekarbonisierung dramatisch zurück. Um das von der Politik geforderte Ziel zu erreichen, sämtliche CO2-Emissionen bis 2050 auf „netto null“ zu drücken, sind erkennbar noch große Anstrengungen nötig.

Intelligent geregeltes, kohlenstoffarmes Heizen, die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Isolierung werden alle eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung von Haushalten spielen.

Christopher Lewis, Gemserv-Analyst

Die Analyse der vier Technologien zeige aber, „dass nur intelligente Thermostate sowohl stetige finanzielle Erträge bieten als auch gleichzeitig am kosteneffektivsten CO₂-Emissionen einsparen“, betont Lewis. Diese Erkenntnis greift die Politik in Deutschland aktuell auf und treibt die finanzielle Förderung dieser Technik nun rasch und kraftvoll voran.

* Basierend auf den Betriebsdaten von über 100.000 installierten Smarten Thermostaten von tado° in ganz Europa.