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Themenbeitrag

Frank Jünemann Umweltmanagementbeauftragter bei QUNDIS

Nachhaltigkeit als Innovationstreiber

Es kostet einige Monate harte Arbeit, bis die Bedingungen für eine EMAS-Validierung erfüllt sind: Alle Produktionsprozesse müssen auf den Prüfstand und im Sinne der Ressourceneffizienz optimiert werden. Direkte und indirekte Umweltauswirkungen der Produktion, Materialverbrauch und Energiebedarf sowie auch die Umweltziele von QUNDIS wurden in einer Umwelterklärung transparent gemacht. Seitdem wird die strenge Einhaltung der EMAS-Vorgaben im Rahmen regelmäßiger Umweltbetriebsprüfungen von einem unabhängigen, staatlich zugelassenen Umweltgutachter kontrolliert und erfolgreich zertifiziert.

"Mit EMAS können wir unsere Nachhaltigkeitsphilosophie konsequent in einen Rahmen gießen und sie in der täglichen Praxis leben. Dieses Managementsystem leistet einen starken Beitrag zum wachsenden Vertrauen der Kunden in unsere Produkte.“

Die Zertifizierung nach EMAS ist nicht nur Richtschnur für verantwortungsbewusstes Management, sondern auch ein Treiber für Innovationen, um nicht nur die Umweltbelastung, sondern auch Kosten zu senken. QUNDIS legt den Fokus unter anderem auf schadstofffreie Produkte und Herstellprozesse. Mit dem „Ultra-low Power Design“ folgen die Produktentwickler einem Gestaltungsprinzip, das den langlebigen Betrieb sicherstellen soll, ohne dass Bauteile oder Batterien vorzeitig ausgetauscht werden müssen.

Dem Cradle-to-Cradle-Gedanken folgend wird die Rücknahme von Altgeräten mit einem Abfallmanagementsystem gesteuert: QUNDIS sorgt dabei für eine ordnungsgemäße Zerlegung und Verwertung und stellt die umweltgerechte Entsorgung durch Fachfirmen sicher. Die Entsorger werden im Rahmen von Audits laufend überprüft.

QUNDIS hat dieses Rücknahmesystem europaweit eingeführt und arbeitet eng mit den zuständigen Behörden und Institutionen zusammen. Die erforderlichen Informationen für eine reibungslose und umweltgerechte Entsorgung können online abgerufen werden. Damit wird der gesamte Produktlebenszyklus der QUNDIS-Produkte für den Kunden transparent abgebildet. Die Menge der von QUNDIS erfassten Altgeräte lag im vergangenen Berichtsjahr bei 36 Tonnen.

„Das Rücknahmesystem wird sehr gut angenommen und zeigt das wachsende Umweltbewusstsein unserer Kunden“, sagt Frank Jünemann, Umweltmanagementbeauftragter bei QUNDIS. Künftig soll die Verwertung der gesammelten Rohstoffe im Rahmen der Entwicklung neuer QUNDIS-Geräte stärker berücksichtigt werden. Dazu werden Verfahren geprüft, die den Einsatz von Regenerat-Kunststoffen in der Produktion ermöglichen – ein weiterer Schritt im Sinne der maximal effizienten Nutzung kostbarer Ressourcen.