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Themenbeitrag

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Klimaintelligenz – die Zukunft der Gebäudeversorgung

Wenn die Herausforderungen des Klimawandels auf die Digitalisierung treffen, bieten sich Gebäudeeigentümern ganz neue Möglichkeiten. Wie sich Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz zur klimaintelligenten Steuerung von Immobilien ergänzen.

Der Klimawandel ist die wohl größte Herausforderung unserer Zeit. Laut Prognosen des Weltklimarates, des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), werden sich die schon jetzt sichtbaren Klimaänderungen bis zum Jahr 2100 weiter verschärfen. Extreme Wetterlagen werden an Häufigkeit und Intensität zunehmen. Starkregen, Hitzewellen und Stürme stellen eine Herausforderung für die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit von Konstruktionen und Materialien dar. Den Wissenschaftlern zufolge werden sich die Auswirkungen des Klimawandels regional teilweise sehr stark unterscheiden, in dicht bebauten Siedlungsbereichen kann es gar zur Überlagerung oder Verstärkung mit stadtklimatischen Effekten kommen.

Um die Folgen des Klimawandels abzumildern, haben sich viele Staaten dazu verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. So will beispielsweise Deutschland den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um bis zu 40 Prozent senken. Ein zentraler Hebel ist dabei der Immobiliensektor, der in Deutschland 20 Prozent der CO2-Emissionen verursacht und mehr als 40 Prozent der Endenergie für Raumwärme, Warmwasser und Beleuchtung verbraucht. Und so ist ein Ziel des Klimaschutzplans 2050, der Maßnahmen unter anderem in der Landwirtschaft, der Mobilität, und eben auch im Bereich Bauen und Wohnen vorsieht, dass der Gebäudebestand in Deutschland bis 2050 nahezu klimaneutral ist. Damit das gelingt, hat die Legislative entsprechende Gesetze erlassen und Förderprogramme aufgesetzt.

Die noventic group will ganzheitlich dazu beitragen, dass das Ziel des klimaneutralen Gebäudebestands erreicht wird – mittels klimaintelligenter Steuerung von Immobilien. Das bedeutet konkret, dass

  • aufgrund neu gewonnener Erkenntnisse über die tatsächlichen Energiebedarfe der Gebäude energetische Modernisierungen punktgenau und kosteneffizient geplant werden können. Das ermöglicht einen maximalen CO2-Vermeidungsnutzen für jeden investierten Euro.

  • Energieverbräuche transparent werden: Gebäudeeigentümer, Verwalter oder Nutzer können ihre Verbräuche auf Online-Plattformen visualisiert überblicken. Auf Basis dieser Informationen können Nutzer ihr Verbrauchsverhalten überprüfen und anpassen, Ressourcen und Geld sparen – und damit direkt den Ausstoß von Klimagasen vermeiden.

  • dezentral nicht mehr Energie als benötigt bereitgestellt wird und überschüssige erneuerbare Energie aus den Übertragungsnetzen für die Gebäudeversorgung gespeichert werden kann. Gebäude werden so intelligent in die Versorgungsnetzte integriert, sie werden netzdienlich.

  • Eigentümer, Verwalter oder Nutzer über Probleme in einem Gebäude frühzeitig benachrichtigt werden, z. B. bei Leckagen oder Wartungsbedarfen der dezentralen Energieerzeugungsanlagen.

  • die aggregierten Gebäudedaten zur Basis für neue Geschäftsmodelle werden.

Um die Klimaziele erreichen zu können, sind nun hohe energetische Gebäudestandards gefordert. Diese Standards kosten Geld – im Neubau als auch perspektivisch im Bestand. Unabhängig von der Diskussion um die Kostenverteilung zwischen Mieter, Gebäudeeigentümer und Staat bietet die klimaintelligente Steuerung von Immobilien hier wirtschaftliche Vorteile bei der Energieversorgung der Gebäude. Dadurch können sich notwendige Investitionen amortisieren. Hier setzt das neue und umfassende Leistungsangebot von noventic an.

Klimaintelligenz bedeutet nämlich nicht nur, Produkte und Dienstleistungen anzubieten, mit denen Heizkostenabrechnungen erstellt werden können. Vielmehr ist die klassische Heizkostenabrechnung der Ausgangspunkt, über den bei der klimaintelligenten Steuerung von Immobilien ein neues Bewusstsein für die eigenen Verbräuche geschaffen wird – durch Visualisierungen des täglichen Verbrauchs. Weil Verbraucher ihr Nutzungsverhalten anpassen und dadurch Ressourcen sparsamer nutzen, ist das ein direkter und wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Es geht also darum, konsequent Ressourcenverschwendung zu stoppen und das Leben von Mietern, Hausverwaltungen und Gebäudeeigentümern zu erleichtern. Mit ihren vielfältigen Angeboten bietet die noventic group unterschiedlichen Kundengruppen – von der Wohnungswirtschaft über Messdienstleister bis hin zu Energieversorgern und Stadtwerken – Lösungen für die digitalisierte und vernetzte Messung von Verbräuchen und deren Analyse, um weitere Effizienzpotenziale nutzbar machen zu können.

In einem ersten wichtigen Schritt müssen alle Messgeräte einer Immobilie vernetzt werden. Und zwar derart, dass sie untereinander sicher, also BSI-konform, aber nicht proprietär, also mit allen Standards kompatibel, ihre Daten austauschen können. Smart-Meter-Gateways führen die Daten zusammen und machen sie nutzbar. Auf ebenfalls nicht proprietären Online-Plattformen werden die Verbrauchsdaten aller Messstellen so bereitgestellt, dass Wohnungsunternehmen selbst entscheiden können, zu welchem Zweck sie die Daten nutzen. Die Datenplattform ist die Grundlage, auf der über neue Anwendungen neuer Mehrwert geschaffen wird.

In Pilotprojekten konnten so schon mit nur geringinvestiven Maßnahmen in eine vernetzte Messinfrastruktur fünf bis zehn Prozent Energieeinsparungen realisiert werden. Der Hebel war die so gewonnene Transparenz über die Energieeffizienz der dezentralen Energieversorgungsanlagen und der daraus abgeleitete optimierte Anlagenbetrieb.

Wie wichtig solche Projekte sind, belegen auch Zahlen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: „Wie realisierte Sanierungsprojekte zeigen, kann der Energieverbrauch eines Gebäudes bei durchdachter Planung um durchschnittlich etwa 50 Prozent, in Einzelfällen sogar bis zu 90 Prozent gesenkt werden. Das bedeutet nicht nur erheblich gesunkene Energiekosten für Mieter und Selbstnutzer, Eigentümer profitieren von einer Werterhaltung oder sogar Wertsteigerung ihrer Immobilie und damit einer dauerhaft besseren Vermietbarkeit.“

Die neuen Gebäudestandards kann man zwar beim Neubau von beispielsweise Null-Energie-Häusern direkt berücksichtigen. Doch, so schreibt der Verein Deutscher Ingenieure: „Da der Anteil von Neubauten bei unter einem Prozent liegt, ergibt sich in der Summe kaum ein Effekt. Es muss zunächst bei bestehenden Gebäuden angesetzt werden – vor allem bei der Energieeffizienz.“ Deshalb will die noventic group vor allem an diesem existierenden Gebäudebestand ihre Wirkung entfalten.

Unterm Strich setzt sich die noventic group also für die CO2-Vermeidung und Reduktion von Energieverschwendung ein, die sich nicht nur wirtschaftlich positiv auswirkt, sondern auch zum Klimaschutz beiträgt — für die klimaintelligente Steuerung von Immobilien.