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Aktuell

Jan-Christoph Maiwaldt CEO der noventic group

Wir brauchen Kreativität und Innovationswillen

Die Ausbreitung der Corona-Pandemie stellt uns alle vor neue Herausforderungen und nimmt uns in die Pflicht, verlangt uns persönlich und beruflich große Einschränkungen ab. In Europa geht die Politik den Weg der Ausgangsbeschränkungen und des verordneten „Social Distancing“ – mit drastischen Eingriffen in das private wie berufliche Leben.

Wir als noventic group werden in dieser Situation schnell und kreativ Lösungen finden, die den Fortbestand der eigenen Unternehmung – die Wettbewerbsfähigkeit und den Erhalt der Arbeitsplätze – sicherstellen.

Herr Maiwaldt, wie gehen Sie in der Geschäftsführung der noventic group mit dieser Herausforderung um?

Als international agierende Unternehmensgruppe beobachten wir schon seit geraumer Zeit die Entwicklung der Corona-Pandemie sehr genau: am Anfang mit dem Fokus, unsere Lieferketten und damit unsere Wertschöpfung in der Produktion sicherzustellen – dann aber auch sehr schnell mit dem Fokus, die Gesundheit unserer Mitarbeitenden, Servicepartner und Kunden sowie der Bewohner, der Mieter, zu schützen.

Uns ist bewusst: Mit den rund 40 Millionen Messpunkten, die wir in Europas Wohnungen verbaut habe, tragen wir hier auch eine besondere Verantwortung.

Wie prägt sich diese Verantwortung genau aus?

Zuerst einmal durch eine transparente, verlässliche Kommunikation – in umfangreichen Informationen zu Verhalten und Hygiene und in nachvollziehbaren Anpassungen unserer Arbeitsweisen. In der Produktion haben wir zum Beispiel schon sehr früh unseren Dreischichtbetrieb klar personell getrennt und Karenzzeiten zwischen den Schichtwechseln für eine umfassende Desinfektion der Arbeitsplätze eingeführt.

Sie haben viele Mitarbeiter im Außendienst – zum Beispiel zur Montage oder Inspektion von Rauchwarnmeldern in Mietswohnungen. Wie gehen Sie hier vor?

Vorrangig geht es jetzt darum, mithilfe der Minimierung persönlicher Kontakte die Infektionsketten zu unterbrechen – und dabei aber gleichzeitig die Betriebsabläufe bei uns und unseren Kunden bestmöglich aufrecht zu erhalten. Die Liegenschaften, die wir bereits mit moderner Funk-Technik ausstatten durften – wir nennen dies AMR-Technik – können wir zu 100 Prozent weiter bedienen; Hier laufen Abrechnungen und Wartungen wie gewohnt. Ohne Mieter-Termine. Ohne Verbrauchsschätzungen.

Uns ist bewusst: Mit den rund 40 Millionen Messpunkten, die wir in Europas Wohnungen verbaut habe, tragen wir eine besondere Verantwortung.

Aber nicht alle Wohnungen sind mit funkender Technik ausgestatten?

Nein, leider nicht. In den verbliebenen, nicht-funkenden Liegenschaften versuchen wir, unseren Kunden jetzt kurzfristig zumindest in der Digitalisierung von Teilprozessen zu unterstützen. Unser Tochterunternehmen, die KALO, bietet zum Beispiel Ihren Kunden – Wohnungsunternehmen und Verwaltern – Unterstützung im Wechsel zum KALO-Kundenportal, der digitalen Datenübermittlung. Unkompliziert, telefonisch aus dem Home-Office. Und die Monteure, die zum Beispiel einen Rauchwarnmelder wechseln müssen, machen dies nach strengen Hygiene- und Verhaltensstandards und nur in enger Absprache mit Vermieter und Bewohner.

Die Krise zeigt vielen Unternehmen und großen namhaften Konzernen einmal mehr, wie verzahnt die wirtschaftlichen Strukturen, die Liefer- und Produktionsketten, inzwischen sind. Ist bei Ihnen die Liefertreue gefährdet?

Wir produzieren in eigenen Fabriken in Deutschland. Damit können wir weitestgehend unabhängig von Dritten agieren. Und da wir schon lange die Ausbreitung des Corona-Virus beobachten, haben wir in der Beschaffung schon früh vorgesorgt – wir sind sehr zuversichtlich, dass wir all unsere Verpflichtungen einhalten können. Was sich verändert hat: Wir liefern inzwischen in kleineren Stückelungen aus, um unseren Kunden in deren Montagesituationen entgegenzukommen.

Also, alles ist gut?

Ja und Nein. Wir haben unsere internen Prozesse in den vergangenen Jahren weit digitalisiert. Mitarbeitende aus unseren Verwaltungen – zum Beispiel aus der KALO-Abrechnung – können nahezu vollständig aus dem Home-Office ihre Aufträge abarbeiten. Kundentermine und Abstimmungen können wir digital oder per Telefon durchführen. Dieser Teil ist soweit gut. Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit, die Pflicht, Kontaktpunkte zu vermeiden, sind jedoch eine sehr große wirtschaftliche Herausforderung für unser Geschäft. Mit notwenigen, neuen Workarounds. Mit zusätzlicher Beratung. Mit Terminverschiebungen in ‚analogen Wohnungen‘. Das sind Kosten der Pandemie-Bekämpfung, die wir zusätzlich erwirtschaften müssen.

Was ist Ihr Ausblick auf die kommenden Wochen?

Passen wir auf uns auf – bleiben wir gesund. Wir werden auch diese Krise meistern. Auch wenn noch keine Out-of-the-Box Lösungen bereitstehen: Wir sichern durch kreative Lösungen, durch das Neudenken eingeschliffener Prozesse und Dienstleistungen die Wirtschaftlichkeit unserer Unternehmen, unserer Kunden und damit schlussendlich die unseres Landes. Dafür müssen wir uns alle einsetzen.

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